„Helfende Hände“

Foto: Latizón TV, Benefizveranstaltung für Peru_1

Die Spendenfreudigkeit von uns Deutschen lässt angeblich nach – das sagen zumindest einige Organisationen und Verbände, die regelmäßig für Menschen in der sogenannten 3. Welt auf Spendensuche gehen. Vielleicht liegt das daran, dass immer häufiger auf die eine oder andere Art ein Spendengesuch an uns herangetragen wird? Und dass manche davon, zugegebenermaßen, auch ein bisschen dreist und nervig sind. Aber wenn es wirklich drauf ankommt und vor allem, wenn eine schöne Idee dahinter steckt, dann kann uns keiner nachsagen, dass wir anderen Menschen in Not nicht helfen wollen. Wenn erklärt wird, worum es genau geht, wenn ein direkt oder indirekt Betroffener Engagement zeigt, auch selbst etwas an der eigenen Situation und an der Situation seiner Landsleute zu ändern, dann sind wir bestimmt auch gerne dabei. Zum Beispiel im aktuellen Fall von Peru – überraschende, unvorhersehbare Regenfälle und dadurch ausgelöste Schlammlawinen haben unzählige Menschen vor allem in Norden von Peru obdachlos gemacht, andere haben zwar ihre Häuser nicht verloren, aber dafür ihre Arbeitsstelle.

Vor diesem Hintergrund habe ich Janette kennengelernt – eine Peruanerin, die seit einiger Zeit in Deutschland wohnt, ihre Familie aber lebt in Peru. Janette geht es gut, sie hat ein Dach über dem Kopf, sie kann sich, wann immer sie will etwas zu Essen oder zu Trinken kaufen – eine viel zu oft für selbstverständlich genommene Tatsache. Denn viele ihrer Landsleute in Peru können das nicht mehr. Janette bittet auch um Spenden, aber auf ihre eigene, sympathische Art: sie kocht für uns hier in Ingolstadt typische Gerichte aus ihrer Heimat. Geld bekommt sie dafür keines, aber das Geld für die verkauften Mittagessen geht direkt nach Peru. So können die Ingolstädter über den besten und vielleicht angenehmsten Weg das Land Peru kennen- und lieben lernen: über die Kulinarik. Ich glaube, dass es genau deshalb nicht wenige “helfende Hände” waren, die beim 1. Mittagessen den Weg in den Ingolstädter Postwagen gefunden haben. Trotz schönstem Sonntags-Sonnenwetter, ein Tag, den man vielleicht lieber irgendwo am See oder in der Natur verbringen würde.

Am 23. April gibt es für alle, die in der Nähe von Ingolstadt wohnen, nochmal die Möglichkeit, die typischen Speisen von Peru kennenzulernen und dabei die schöne Idee von Janette zu unterstützen. Ich finde, die Peruaner haben es verdient, dass auch am 23. April wieder viele Menschen im Ingolstädter Postwagen zusammen kommen.

Foto: Latizón TV, Benefizveranstaltung für Peru_2

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