Archiv für den Monat: August 2015

Teil der Gesellschaft statt Intergration

© Latizón TV: Sérgio, beija-flor-poeta
© Latizón TV: Sérgio, beija-flor-poeta

Wenn man tagtäglich mit den unterschiedlichsten Menschen zu tun hat, aus verschiedenen Ländern und Kulturen, dann hört man manchmal Sätze, die ganz tief im Gedächtnis bleiben. Sätze, über die man lange nachdenkt. So einen Satz hörte ich in diesem von allen möglichen Nachrichten über Asylbewerber geprägten Sommer von einem Brasilianer:

Manche Ausländer, die Deutschland als ihre 2. Heimat gewählt haben, sind in die Gesellschaft aufgenommen worden. Sie sind nicht mehr integriert, sondern ein Teil der Gesellschaft.”

Diesen Gedanken sagte uns der Künstler Sergio Goncálves dos Santos in einem Interview. Er könnte richtungsweisender kaum sein für die aktuelle Situation in unserer Welt. Und wenn man Sérgio kennt, dann weiß man, dass auch er nicht bloß in die Gesellschaft seiner neuen Heimat integriert ist, sondern ein Teil davon. Der in Coroatá-Maranhão geborene Brasilianer lebt seit vielen Jahren in München. Er ist Bildhauer, Maler, Musiker, Poet und Autor. Und meistens alles zusammen. Sérgio, beija-flor-poeta nennt er sich – beija-flor, zu deutsch der Kolibri.

Frauen, Blumen und Noten – diese Kombination findet man oft in Sérgios Büchern und Bildern und nicht selten sind die Bild-Werke kombiniert aus Materialien, die man sonst nirgends findet. Eine eigene künstlerische Handschrift, an der jeder seine Werke sofort erkennen kann, möchte der Künstler irgendwann erschaffen haben. Gelungen ist ihm das eigentlich längst. In Sérgios aktuellen Bildern findet man Teile eines Klaviers. Auch mein Büro schmückt so ein Bild. Was sich für manchen vielleicht abstrakt anhören mag, ist – bei genauer Betrachtung – eine faszinierende Verknüpfung von Musik, Natur, und Menschen, die zu einer ganz besonderen Kunst führt. Dabei ist es nicht nur die oft gewagte Kunst des Brasilianers an sich, die seine Werke zu etwas ganz Besonderem macht. Es ist vor allem die Gedankenwelt Sérgios, die zur Entstehung seiner Werke führt. Nicht immer ist es einfach, die vielfach gewundenen Gedankengänge des Künstlers, die hinter seinen Werken stehen, nachvollziehen zu können. Doch für alle, die sich für moderne Kunst interessieren und dafür gerne etwas Zeit mitbringen: es lohnt sich.

Kaum einer kann so schön über die Musik philosophieren wie Sérgio, beija-flor poeta. Kaum einer erklärt Malerei so euphorisch, kaum jemand erkennt die Zusammenhänge zwischen Kunst und Natur so poetisch wie der sympathische Brasilianer. Und Sérgio ist immer gerne bereit, die Entstehungsgeschichte seiner Bilder und seiner Gedichte zu erklären, selbst noch einmal zu hinterfragen und seine Gedanken weiter zu geben. Denn, und dieser Satz kommt ebenfalls von Sérgio: Kunst schwebt nicht irgendwo abstrakt über oder neben uns, sie soll nicht im Museum verstauben, sondern sie ist für uns Menschen gemacht.

Leuchtend gelbe Sonnenblumen

 

© Latizón TV: Sonnenblume
© Latizón TV: Sonnenblume

Auf dem Weg zu unserer Redaktion komme ich an vielen Sonnenblumen vorbei. Jedes Jahr schmücken sie die heimischen Gärten und auf Feldern sind sie beliebte Schnittblumen. Erinnert uns ihr leuchtendes Gelb doch an Sonne und Sommer. Sogar Parteien und Bewegungen nützen sie als Symbol für sich. Doch woher kommen die Sonnenblumen eigentlich? Richtig. Neben einigen Orten in Nordamerika vor allem aus Lateinamerika. Bei den Inka wurden sie als Abbild Gottes verehrt und vor langer langer Zeit bereits in Mexiko angebaut. Spanische Seefahrer brachten sie dann nach Europa. Doch nicht nur die leuchtenden Sonnenblumen erfreuen uns im Spätsommer, auch die bunten Fuchsien findet man an vielen deutschen Hauswänden. Ich brauche euch gar nicht zu fragen, woher diese stammen, oder? 😉

Die meisten der über 100 derzeit bekannten Fuchsienarten stammen aus Mittel- und Südamerika. Namensgeber für Ihren hier bekannten Namen „Fuchsie“ ist allerdings ein Deutscher. Der Botaniker Leonhart Fuchs stammt aus einer kleinen Stadt namens Wemding, das sich die „Fuchsienstadt“ nennen darf. Für einen Bericht auf Latizón TV bin ich vor kurzem nach Wemding im Altmühltal gereist und durfte die Fuchsienpyramide und viele bunte Fuchsienarten bewundern. Ist es nicht immer wieder spannend, wie vielen Dingen wir tagtäglich begegnen, die aus Lateinamerika stammen?

Emotionen, Erlebnisse, Abenteuer II – Hilferuf aus Lateinamerika – Das Ende einer Reise?

 

© Latizón TV: Straße in Kolumbien
© Latizón TV: Straße in Kolumbien

Ein Hilferuf erreichte die Redaktion von Latizón TV diese Tage aus Lateinamerika. Ein Jahr mit dem Motorad durch Lateinamerika, welcher Lateinamerikafreund möchte das nicht gerne selbst einmal erleben. Latizón TV sponsert die Reise von Konstanze Viez und Harald Bittdorf. Im Moment befinden sich die beiden in Kolumbien. Und dieses Land sollte sich nach bisher fast 5 Monaten unbeschwerter Reise auch als erste große Bewährungsprobe für die beiden erweisen. Die Weiterreise nach Mittelamerika ist fraglich. Die Panamericana ist zwischen Kolumbien und Panama unterbrochen. Es ist diese berühmte kleine Lücke von ca. 100 km, die eine Weiterfahrt nach Panama unmöglich macht. Kleine Lücke deswegen, weil diese Unterbrechung der Ruta Panamericana bei einer Länge von über 25.000 km auf der längsten Nord-Südverbindung eigentlich kaum ins Gewicht fällt – wenn man nicht genau darauf angewiesen ist. Nun kann dieser „Tapón del Darién“ auch mit der Fähre überwunden werden, wenn das Flugzeug dem Reisenden zu teuer ist. Doch was tun, wenn ausgerechnet diese Fähre- wie bei unseren beiden Reisenden – eingestellt wurde? Erstmal weiterfahren, dachten Konstanze und Harald, waren sie zu diesem Zeitpunkt ja erst in Brasilien und bis zur Ankunft in Cartagena, im Nordwesten von Kolumbiens, kann sich noch viel ändern. Hat sich dann auch – eine weitere Fähre hat den Betrieb aufgenommen. Ferry Xpress hieß der neue Hoffnungsschimmer für alle Reisenden zwischen Kolumbien und Panama. Während Konstanzes und Haralds Fahrt durch Chile wurden 2 Plätze für den 20. August gebucht. Am 4. August dann der nächste Schock. Auch diese Fähre steht mittlerweile zum Verkauf, alle Fahrten sind gestrichen. Ein Rückflug mit beiden Motorrädern würde wohl um die 2.500 US Dollar pro Nase kosten. Einen Preis, den natürlich keiner gerne zahlen möchte, vor allem, weil es auch das Ende der Motorradreise von Konstanze und Harald bedeuten würde. Möglichkeiten wurden gesucht, es wurde telefoniert und recherchiert – meistens vergeblich, doch eine Möglichkeit scheint es noch zu geben…ob diese klappt und Konstanze und Harald ihre Reise durch Lateinamerika fortsetzen können? Ich halte euch auf dem Laufenden mit einem Update sobald es Neuigkeiten gibt.
Hier der Link zur Reise von Konstanze und Harald mit vielen tollen Fotos und Videos und der Möglichkeit, einen aufmunternden Gruß an die beiden zu schicken:
http://latizon.de/Mit-dem-Motorrad-durch-Lateinamerika.html

Update: Es scheint zu klappen. Ein paar Tage haben wir uns doch Sorgen gemacht um unsere beiden Lateinamerikareisenden. Aber der neueste Stand ist: für den 1. September haben Konstanze und Harald 2 Plätze für die Fahrt nach Panama ergattert.

Bach in Brazil – oder Brasilien in Bayern

© Latizón TV: Ursulina mit Regisseur Ansgar Ahlers
© Latizón TV: mit Regisseur Ansgar Ahlers

„Bach in Brazil“ – bei der routinemäßigen Recherche nach aktuellen Kinofilmen aus oder über Lateinamerika bin ich auf diesen Filmtitel gestoßen. Hört sich eigentlich ganz interessant an, dachte ich mir. Ok, recherchiert, wer für Presse und Interviews zuständig ist und wegen eines Interviews mit dem Regisseur angefragt. An einem Freitag Nachmittag, kurz vor Feierabend, kommt dann die Zusage: Das Interview klappt. Toll, freue ich mich. Oh, schon morgen… es wird also nichts mit dem geplanten Feierabend heute. Eigentlich keine guten Vorraussetzungen für einen entspannten Filmabend, wenn man sich schon auf ein entspanntes Wochenende gefreut und auch noch schnell einem Kameramann seinen freien Samstag genommen hat.
Um 22 Uhr starte ich – mit Pizza und einem kühlen Getränk – den Film in unserem kleinen Senderkino…um 22:20 Uhr sitze ich gespannt vor der Leinwand. Ok, die Thematik ist für mich nicht allzu neu, dennoch – oder vielleicht gerade deshalb? – finde ich es toll, dass jemand sie in einen Film gebracht hat. Und eigentlich kann man den Film „Bach in Brazil“ auch aus verschiebenen Sichtweisen bzw. auf verschiedenen Ebenen sehen. Eine zentrale Botschaft ist sicherlich diese, dass Musik die Kraft besitzt, vieles zu bewirken. In „Bach in Brazil“ gibt sie brasilianischen Kindern, die wenig Perpektive in ihrem Leben haben, eine Möglichkeit, mehr aus ihrem Leben zu machen. Eine zweite Art, auf die man den Film betrachten kann ist, dass ein alternder Musiklehrer durch die Lebensfreude der brasilianischen KInder noch einmal die Möglichlikeit bekommt, seinem Leben wieder einen richtigen Sinn zu geben. Auf diese Weise, so habe ich am folgenden Tag erfahren, sieht zum Beispiel der Hauptdarsteller Edgar Selge seinen Film. Und man kann den Film auch auf der Ebene der deutsch-brasilianischen Beziehungen ansehen. Zwei Kulturen, die sich mögen und der jeweils anderen das geben können, was ihr fehlt. „Bach in Brazil“, eine musikalische Komödie vor einem ernsten Hintergrund. Ihr merkt vielleicht schon, ich bin von diesem Film begeistert, von der Idee, der Umsetzung und der schauspielerischen Leistung. Und zwar so, dass ich beinahe vergesse, dass ich mir ja noch Fragen für das Interview am nächsten Tag überlegen muss…
Am Samstag mache ich mich dann auf den Weg zum Starnberger See und weiter nach Seefeld, zum Fünf-Seen-Filmfestival – übrigens ein kleiner Zungenbrecher, wie ich bei einer Moderation an diesem Tag noch merke 😉 Wie immer bin ich gespannt, wie mein Interviewpartner sein wird. Dass es eine deutsch-brasilianische Koproduktion ist, habe ich vorher natürlich recherchiert. Und der Name des Regisseurs – Ansgar Ahlers – klingt auch nicht unbedingt portugiesisch. Ok, das Interview wird also auf deutsch sein. Und am Telefon klang der Regisseur auch schon mal ganz locker. Erwartet hat uns dann ein wirklich sympathischer, lebensfroher Filmemacher, dem man eines sofort anmerkt: er ist begeistert von seiner Arbeit und von seinem Film. Und diese Begeisterung gibt er auch an sein Publikum weiter. Ich denke, „Bach in Brazil“ wird euch ebenso gefallen wie mir und den Filmfestbesuchern, mit denen ich über den Film gesprochen habe. Einziger Wermutstropfen – der für den Herbst angekündigte Kinostart wird sich wohl noch etwas verschieben. Doch bis dahin könnt ihr schon mal Regisseur Ansgar Ahlers und zwei seiner Darsteller auf Latizón TV kennenlernen, hier sind die Sendezeiten: 10. – 14. August 2015: jeweils um 15 Uhr und 15./16. August 2015: jeweils um 10 Uhr im Live-Stream unter www.latizon.de

Tierras – oder Lateinamerikanische Migrantinnen und Migranten in Deutschland

© Latizón TV - Diego Sachella aus Argentinien
© Latizón TV – Diego Sachella aus Argentinien

„Tierras. Partir(se) – Leben in 2 Welten“…Die Kunstinstallation und Ausstellung der beiden Argentinier Sonia Höger und Diego Sachella hat uns viele Monate durch einige deutsche Städte begleitet, darunter Berlin, München und Weimar. Wie fühlen sich lateinamerikanische MitbürgerInnen hier bei uns in Deutschland, was geben sie von sich und ihren Herkunftsländern auf, was gewinnen sie in Deutschland neu dazu? Zahlreiche hier lebende LateinamerikanerInnen gaben dem Argentinier Diego Sachella dazu in vielen Interviews ihre Emotionen preis. Ich durfte mit Latizón TV die Ausstellung begleiten und jedes Mal ein bisschen mehr über die Gedanken der lateinamerikanischen MigrantInnen erfahren. Eine Hauptaussage des Projekts war: „Tierra“ ist nicht nur ein Land, eine Stadt oder eine Region, in der man lebt, sondern der Ort, an dem man sich wohlfühlt, mit all seinen Menschen, der Familie, mit Freunden. Und man kann durchaus mehrere „Tierras“, mehr als nur eine Heimat haben. Die Ausstellung war ein großartiger Beitrag zur Verbindung der Kulturen, zum Kennenlernen der jeweils anderen Kultur und zum Verstehen von Problemen, die es doch immer wieder beim Zusammenleben unterschiedlicher Kulturen gibt.

© Latizón TV - Diego Sachella beim Interview vor einer Vernissage
© Latizón TV – Diego Sachella beim Interview vor einer Vernissage

Selbst 6 Jahre als – wie er selbst sagte –  „temporärer Migrant“ in Deutschland, ist Diego nun in seine erste „Tierra“ Argentinien zurückgekehrt. Zurückgelassen hat er die Erinnerung an ein hervorragendes Projekt, unzählige Freunde und noch mehr Erinnerungen und Erfahrungen – so möchte man im ersten Moment denken. Doch wirklich „zurückgelassen“ hat Diego eigentlich nichts, denn wie wir durch „Tierras. Partir (se) – Leben in 2 Welten“ erfahren durften, verliert man nicht seine Heimat und seine Familie oder Freunde, wenn man einen Ort verlässt. Im Gegenteil, man hat etwas dazugewonnen, das man im besten Fall für immer behalten darf. Diesen Gedanken finde ich beruhigend und ermutigend, gerade für alle, die die beiden Kulturen aus Europa und Lateinamerika im Herzen tragen. Für diese Erkenntnis möchten wir dir, lieber Diego, ein ganz dickes Dankeschön nach Buenos Aires schicken. Und wir wünschen dir, dass du es weiterhin so gut schaffst, deine beiden „Tierras“ zu vereinen..

Kinostart: „Las Insoladas – Sonnenstiche“

© Latizón TV

Auf dem Filmfest München 2015 begeisterte dieser etwas ungewöhnliche Film schon viele Zuschauer. Dabei scheint in „Las Insoladas“ eigentlich gar nichts zu passieren – oder eben doch. Jedoch nur im Verborgenen, das mit der Zeit aber nach und nach zum Vorschein kommt. Jetzt ist der argentinische Film „Las Insoladas – Sonnenstiche“ in den deutschen Kinos angelaufen.
Sie tun, was man normalerweise nicht tun sollte: Die sechs Freundinnen, Valeria, Karina, Flor, Lala, Vicky und Sol legen sich auf einem Hausdach in Buenos Aires den ganzen Tag lang in die brütende Sonne. Die Frauen tun das ganz gemäß ihres Rituals – schließlich ist am Abend der jährliche, große Salsa-Tanzwettbewerb, und da möchte frau ja schön braun gebrannt aussehen. Dass das ununterbrochene Sonnenbaden bei über 40 Grad jedoch im Laufe der Zeit seine Spuren hinterlässt, kann sich sicher ein jeder denken. Und so wird die Freundschaft der Frauen auf eine harte Probe gestellt, geraten anfangs noch gewöhnliche und belanglose Plaudereien schnell zu Streitgesprächen und hitzigen Debatten. Als die sechs Freundinnen am Dach des Hauses eine überdimensionierte Werbetafel eines palmenbesetzten Sandstrandes auf Kuba entdecken, steigert sich ihr anfangs zaghafter Wunsch, einmal dort in zu reisen, schließlich in eine regelrechte Obsession.
„Las Insoladas – Sonnenstiche“ ist ein Film, der ganz ohne große Kulissen, mitreißende Handlung oder nervenaufreibende Spannung auskommt. Genauer gesagt, Regisseur Gustavo Taretto setzt genau auf das Gegenteil: Endlose Dialoge, farbenfrohe, aber eher statische Bilder, ungewöhnliche Kameraeinstellungen. So erinnert „Las Insoladas“ eher an ein gut inszeniertes Theaterstück als an einen Kinofilm. Taretto die Aufmerksamkeit des Zuschauers ganz auf die ausschweifende Konversation der Darstellerinnen. Unter dem Einfluss der Sonne entwickeln sich diese Dialoge im Laufe der Zeit in völlig neue und ungeahnte Richtungen. Seine Spannung bezieht der Film eher aus dieser Entwicklung, deren Ende für den Zuschauer stets im Dunkeln bleibt. Dabei scheint der Weg das Ziel zu sein und es ist zunehmend interessant zu sehen, wie die anfangs heile und fröhliche, aber eben aufgesetzte Fassade der Beziehungen zwischen den Freundinnen langsam aber stetig aufbricht und verborgene sowie geheim gehaltene Gedanken an die Oberfläche kommen.
„Las Insoladas – Sonnenstiche“ ist vor diesem Hintergrund ein sehr außergewöhnlicher Film, der den Zuschauer für seine Geduld und Konzentration reichlich belohnt. Ein Film, der abseits des üblichen Mainstreams zeigt, dass man auch mit leisen Tönern und der Reduktion auf das Wesentliche Filme mit nachhaltiger Wirkung machen kann.