Archiv für den Monat: Juli 2015

Emotionen, Erlebnisse, Abenteuer – Ein Jahr durch Lateinamerika…

1 Jahr durch Lateinamerika © Bittdorf
© Bittdorf – 1 Jahr durch Lateinamerika

…und zwar mit dem Motorrad. Konstanze und Harald machen sich diesen Traum gerade wahr. Sie haben sich eine lange Auszeit vom Alltag genommen, ihre Motorräder gepackt und die Route geplant. Beineidet wurden und werden sie von fast jedem, der davon erfährt. Aber warum trauen sich dann so wenige, die Heimat für einige Zeit hinter sich zu lassen? Ist es die Angst vor dem Neuen oder vor der eigenen Courage, wie es so schön heißt? Oder ist man schlichtweg oft zu faul, etwas zu wagen, das sicher schön ist und viele neue Eindrücke bringt, aber vielleicht nicht immer einfach sein wird? Die Routine aufzugeben für neue Wege? Woran liegt es genau? Am ersten Schritt, bei dem man nicht weiß, wie man ihn machen soll? Auch viele die ungebunden und mit ihrerm Job unabhängig sind, so habe ich inzwischen mitbekommen, liebäugeln mit so einer Auszeit – nehmen sie sich jedoch nicht. Gut, wenn Familie oder Job es erschweren oder sogar gar nicht zulassen – nicht jeder hat einen so offenen Chef wie Konstanze – dann versteht sich das Zögern von selbst. Aber nehmen wir mal all die anderen…Ich habe nun diejenigen gefragt, die mir gesagt hatten, dass sie selbst auch gerne so eine Reise machen wollen: „Warum macht ihr es dann nicht?“ Das Ergebnis faszinierend: es war nicht mal die Angst vor dem ersten Schritt, sondern ganz einfach die Tatsache, dass ihnen gar nicht bewusst war, dass Jedem und Jeder – also wirklich JEDEM diese Möglichkeit einer Auszeit offen steht, wenn man sich selbst den richtgen Rahmen schaffen kann. „Was ich? Das hab ich mir ja noch gar nicht wirklich überlegt – Nein, dazu bin ich doch nicht der Typ.“ oder „Ich spreche doch kaum Spanisch.“ oder „Das ist doch nur etwas für Abenteurer.“ Ziemlich schlechte Ausreden, findet ihr nicht? Eine Sprache kann man lernen, oder man fährt dorthin, wo man die Sprache versteht. Und wer kein „Abenteurer“ ist, der kann sich „seine“ Auszeit ja auch etwas anders gestalten. Konstanze und Harald jedenfalls haben diesen Schritt schon zum zweiten Mal gewagt und dabei gar nicht lange überlegt. Inzwischen haben sie Uruguay, Brasilien, Bolivien, Chile und Argentinien besucht – und ich bin sicher, sie würden ohne zu zögern diese Auszeit auch noch ein drittes Mal nehmen.
Für alle, die auch gerne durch Lateinamerika reisen möchten und noch den letzten kleinen Anstoß dazu brauchen…hier könnt ihr die Route von Konstanze und Harald mitverfolgen:
http://latizon.de/Mit-dem-Motorrad-durch-Lateinamerika.html
Eine gute Reise, ob virtuell oder real, wünscht euch eure Ursulina.

Guatemala liegt übrigens nicht in Südamerika…

Mexiko
Mexiko

„Und ihr berichtet über Südamerika?“ So eine Frage wird uns bei Latizón TV oft gestellt. Ja, auch, aber auch über Guatemala, Mexiko oder Panama… Diese Antwort zieht oft erstaunte oder auch verständnislose Gesichter nach sich. Wird hierzulande alles, was sich auf dem amerikanischen Kontinent südlich der USA befindet doch gemeinhin gerne als „Südamerika“ bezeichnet. Ist ja auch recht einfach, eine Unterteilung in Nord und Süd. Doch diese Einteilung ist geographisch nicht ganz richtig. Und kulturell und gefühlsmäßig wahrscheinlich auch nicht. Daneben gibt es noch Bezeichnungen wie hispanoamerikanisch, iberoamerikanisch oder lateinamerikanisch – was ist jetzt eigentlich richtig? Kürzlich hatte ich darüber eine sehr angeregte Diskussion mit dem Botschafter der Republik Peru, der den Standpunkt vertrat, dass man die Länder auf dem amerikanischen Kontinent nicht trennen sollte, sie seien doch alle zusammen „Las americas“ . Ein sehr interessanter Standpunkt, habe ich bisher doch vor allem viele MitbürgerInnen aus den südlichen Ländern des Kontinents getroffen, die eine Trennung vom Nachbarn USA eher befürworteten. In den vergangenen Jahren scheint sich aber in dieser Hinsicht viel zu verändern. Als erstes viel mir auf, dass viele Mexikaner plötzlich darauf bestanden, zu Nordamerika zu zählen, auch nicht zu Zentralamerika, sondern ganz klar zu Nordamerika. Obwohl ich gerade von ihnen lange Jahre – wie ja historisch bedingt und bekannt – doch eher eine stärkere Zuneigung zu den südlichen Nachbarn mitbekommen habe. Ein spannender Wandel, der sich in den Gedanken der Bürgerinnen und Bürger da wohl abzeichnet. Was ist Eure Meinung dazu, liebe Latinas und Latinos?

Uruguay in den deutschen Kinos

mit Hauptdarsteller Héctor Noguera
Foto/Copyright: Latizón TV, mit Hauptdarsteller Héctor Noguera

Der Kinofilm Señor Kaplan aus Uruguay ist ja recht erfolgreich in Deutschland gestartet. Eine Komödie vor ernstem Hintergrund, so wie man es von den Filmen, die es aus Uruguay in die internationalen Kinos schaffen, ja kennt. Und ich gönne dem Film auch jeden Erfolg. Vor einiger Zeit durfte ich den mittlerweile 78-jährigen Hauptdarsteller Héctor Noguera kennenlernen. Héctor ist geistig junggeblieben und kennt sich auch mit der aktuellen Technik oder dem, was die heutige Jugend bewegt, richtig gut aus. Obwohl er in seinem Heimatland Chile ein Star ist, gab er sich bei seinem Besuch in Deutschland wie ein „ganz normaler Mensch“ – er hatte für jeden ein freundliches Wort, ging auf jede Frage von seinen Fans ein und lächelte auch nach der x.ten Bitte nach einem Foto immer noch in die Handykameras. Da gibt es wirklich andere, mit denen auch Interviews nicht so angenehm sind. Das einzige, was mich dabei etwas genervt hat, waren die vielen Mücken. Ich hoffe, es fällt nicht allzu sehr auf, dass ich beim Interview immer mal wieder mit der Hand vor meinem Gesicht rumwedele 😉 Héctors Besuch in Augsburg könnt ihr übrigens auf www.latizon.de gleich auf der Startseite unten sehen. Liebe Grüße, eure Ursulina

Das Lotterleben des Arztes oder: Doctor Krápula

Hallo Leute, ich freu mich, dass ihr bei meinem neuen Latizón-Blog vorbeischaut. Die letzten Wochen waren voll mit super-interessanten Dreh-Terminen. Interviews, Konzerte, Filmpräsentationen – das volle Programm. Zum Beispiel stand wieder ein Interview und das Konzert mit einer meiner Lieblings-Bands aus Lateinamerika an. Also, ich mag sie ja alle, die Bands und Musiker, die ich interviewen darf – aber Doctor Krápula aus Kolumbien steht schon ganz oben auf meiner Hitliste…

Die Jungs schaffen es immer innerhalb weniger Minuten, dass fast alle auf der Tanzfläche zu springen und zu hüpfen anfangen. Gut, wenn man mit der Kamera mittendrin steht und ein paar gute Aufnahmen von der Band machen soll, dann ist das nicht wirklich toll, wenn einem ständig jemand vor die Linse spring oder den Ellbogen in die Seite rammt – aber ich kann die Fans von Doctor Krápula ja verstehen. Die Kamera ruhig halten, während man am liebsten selber mittanzen würde, ist nämlich gar nicht so leicht 😉

Einer meiner derzeitigen Lieblings-Songs ist Amanece. Aber hört einfach selber mal rein in die aktuelle CD oder diese Woche bei Latizón TV, welches Lied euch am besten gefällt. Ich bin gespannt, welches es ist – gebt mir Bescheid, ok? Eure Ursulina

„Welche Stars hast du schon interviewt?“

Diese Frage wird mir ganz oft gestellt, wenn ich von meinem Beruf als Redaktionsleitung beim Fernsehen erzähle. Dass viele vor allem an Begegnungen mit tollen Schauspielern oder Sportlern denken, wenn sie „Fernsehen“ hören, dass war mir vorher gar nicht so bewusst. Sicher, ich treffe oft bekannte oder sogar berühmte Leute – Schauspieler, Regisseure, Politiker – aber ehrlich gesagt. die „ganz normalen Menschen“ mit denen ich tagtäglich zu tun habe, sind mindestens genauso interessant und machen mindestens genauso interessante und wichtige Dinge in ihrem Leben. Und manchmal ist die Arbeit beim Fernsehen auch ganz schön langweilig, ganz schön stressig oder manchmal auch ganz schön nervig – wie wahrscheinlich jeder andere Job auch. Trotzdem ist es für mich die schönste Arbeit überhaupt. Warum?  Ja, das werde ich auch oft gefragt. Weil man viel mit Menschen zu tun hat, weil man sich mit vielen unterschiedliche Themen beschäftigen kann und weil man hinter die Kulissen schauen kann. Und genau deshalb schreibe ich diesen Blog für Euch – damit ihr hinter die Kulissen der Medienwelt und von Latizón TV im Besonderen schauen könnt. Ich freue mich auf Eure Kommentare. Eure Ursulina