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In diesem Blog ermöglicht Chefredakteurin Ursulina allen Freunde von Lateinamerika und von Latizón TV einen Blick hinter die Kulissen des Fernsehsenders und des Kulturkreises. Hintergrundinfos, Kommentare und Diskussionen , lasst Euch überraschen, was es da an Kuriosem und Interessantem zu berichten gibt.


Und Ihr seid natürlich alle herzlich dazu eingeladen, mitzumachen: Schreibt uns Eure Meinung, gebt einen Kommentar ab oder schickt uns einen eigenen Beitrag! Wir freuen uns über Eure Beteiligung.

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Titel: Kinofilm „Cabros de Mierda“

Autor: Ursulina Pittrof

Datum: 10. Juli 2018


 


















 

















 




























 

Die Militärdiktatur unter Pinochet hat schon für viele Kinofilme der letzten Zeit als reale Vorlage gedient. Auch der Film „Cabros de Mierda“ des chilenischen Regisseurs Gonzalo Justiniano nimmt sich dieses komplexen, aber auch dankbaren Themas an. Die Umsetzung ist rundum gelungen. Justiniano hat ein sehr persönliches Drama gebastelt, das genau dort ansetzt, wo die kriminellen und verwerflichen Machenschaften der Militärjunta am meisten Schmerz verursachen; im Zwischenmenschlichen, in den Beziehungen zwischen Männern und Frauen, in den Familien und verwandtschaftlichen Verbindungen.

Im Mittelpunkt des Films steht die erotische Beziehung zwischen der Aktivistin Gladys und dem aus den USA stammenden Missionar Samuel. Dieser wohnt während seiner christlichen Mission in Chile bei Gladys und deren Familie. Wie sollte es auch anders sein – schon nach kurzer Zeit erliegt der tugendhafte Jüngling den weiblichen Reizen, und auch Gladys selbst findet in dem Geistlichen mehr als nur einen Freund. Mit zunehmender Zeit, in der sich Samuel bei Gladys aufhält, gerät dieser auch immer tiefer in den Kampf der Aktivistin gegen das Militärregime Pinochet. Als Samuel schließlich von der Polizei wegen seines Einsatzes festgenommen wird, nimmt das Schicksal seinen Lauf...


Ein fesselnder und gleichsam betrüblicher Thriller, ein Drama, beispielhaft für viele andere persönliche Schicksale in dieser Zeit in Chile. Beste Kinounterhaltung, wenn nicht das Wissen um den realen Hintergrund der Geschichte den Zuschauer schnell auf den Boden der (traurigen) Tatsachen zurückholen würde. Ein wirklich guter Film, aber... Tolle schauspielerische Leistung, allerdings... So wie diese Sätze unvollendet bleiben, bleibt letztlich auch die Aufarbeitung der Greueltaten der Militärdikatur in Chile unvollendet. Unvollendet, weil es keinen Abschluss dafür geben darf. Die Erinnerung daran muss uns ständig davor warnen, die gleichen Fehler erneut zu begehen. Und ein Film wie „Cabros die Mierda“ trägt wesentlich dazu bei.












 

















 




























 

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Titel: Guatemala in München

Autor: Ursulina Pittrof

Datum: 5. Juli 2018


 


















 

















 




























 

Endlich! Nun gibt es also ein Guatemaltekisches Café in München. Guatemuc heißt es - genauer gesagt "Guatemuc con corazón". Und dieses "con corazón" - mit Herz - das habe ich sofort gespürt im Café im Münchener Werksviertel Mitte. Mit viel Liebe zum Detail wurde hier Klein-Guatemala geschaffen. Ich staune, ich betrachte und ich bin überrascht. So viel guatemaltekisches Flair hätte ich nicht erwartet. Obwohl - wer die Menschen kennt, die dahinter stecken, der weiß, dass sie gerne auf solche Details achten. Und dass sie gerne ihr Guatemala nach München bringen. Ob den  Kaffee "Isabel"  von der familieneigenen Plantage in Guatemala oder Original-Türen und Tischverzierungen aus Guatemala. Karin Wölfel vom guatemaltekischen Honorarkonsulat zeigt mir stolz die Einrichtung. Vor allem sie und Isabel Keller haben ihre deutliche Handschrift im Guatemuc hinterlassen. Doch sie betonen, dass viele Familienmitglieder und Freunde an der Entstehung des Cafés beteiligt waren. Vielleicht fühlt man sich hier deshalb gleich wie zuhause - zuhause in Guatemala, das nun seit kurzem also in München liegt. Die Großmutter von Isabel war sogar extra für die Eröffnung des Cafés nach München gekommen und erfreute die Gäste mit einer flotten Erzählung über die Geschichte der Kaffeplantage – eine Geschichte, in der die Familie die viele Höhen und Tiefen durchlebt hatte. In diesem Café fühle ich mich sofort wohl. Es sind Kleinigkeiten. Hier eine bunte Tischdecke, da ein paar kleine Figuren aus Guatemala. Immer mehr "Kleinigkeiten" aus Guatemala entdecke ich, Kleinigkeiten, die das Café zu einem wundervollen Ganzen machen. Besonders faszinierend auch die Dekoration der Decke mit vielen verschiedenen Pflanzen.

Ich gehe nach draußen auf die sommerliche Terrasse und fühle mich gleich ein bisschen wie im Urlaub am Strand. Diese Terrasse, so die einhellige Meinung bei der Eröffnungsfeier - wird ganz bestimmt viele Besucher anziehen.

Erfreut über das gelungene Café zeigte sich auch der Honorarkonsul von Guatemala in München, Werner Eckart. Seine Familie ist eng mit der Geschichte der Familie Keller verknüpft. Sichtlich gerührt nahm er deswegen auch die Mitbringsel aus Guatemala entgegen.

Von dem großen Unglück, das kurz danach Guatemala heimsuchte, ahnte man zur Eröffnung des Cafés in München noch nichts. Doch nur wenige Stunden später brach der Vulkan Fuego aus. Und während wir uns hier über ein Stück Guatemala freuen dürfen, wurde vielen Menschen dort ein Stück ihrer Heimat genommen. Karin Wölfel ruft daher zu Spenden für ihre Landsleute auf. Jeder, der die Menschen in Guatemala unterstützen möchte, kann das über den Verein Guate Pro e.V. tun. Und ich denke, das tun viele sicher gerne – con corazón.











 

















 




























 

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Foto: Regisseur Gonzalo Justiniano (Latizón TV)


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